FDP.Die Liberalen
Zumikon
01.06.2017

Positionen Arbeitsplätze

Die Herausforderungen für die Zürcher Wirtschaft bestehen u.a. darin, dass sie mit einem Übermass an Bürokratie, dem Fachkräftemangel und im Vergleich zum nahen Ausland mit hohen Preisen kämpft. Zur Überwindung dieser Probleme fordert die FDP eine Vereinfachung der Verfahren in der Verwaltung, einen erleichterten Zugang zu Berufen mit hohem Fachkräftemangel für Quereinsteiger/innen, einen höheren steuerlichen Abzug von Kinderbetreuungskosten etc.

 

Herausforderungen

  • Hochpreisinsel Schweiz und Abschottung zum Ausland
  • Erhalt von Arbeitsplätzen und Zugang zu internationalen Märkten gefährdet
  • Zu viel Bürokratie in Form von Vorschriften, Gesetzen und Verboten
  • Vorschriften bringen zu viele Kontrollen mit sich, oft rigorose Auslegung der Vorschriften für Unternehmungen
  • Unsichere Entwicklung der Steuerbelastung durch Haushaltsdefizit des Staates und USRIII
  • Fachkräftemangel


Forderungen

  1. Verfahren und Administration im Planungs-, Bau- und Polizeirecht vereinfachen und beschleuni-gen; E-Government Plan umsetzen, Potential der Digitalisierung in der Verwaltung besser nutzen.
  2. Regulierungsdichte abbauen: Sunset-Legislation (Befristung von Gesetzen durch Verfalldatum) für neue Gesetze einführen, bei Gesetzesrevisionen unnötige Regulierungen abbauen (wie zum Bei-spiel beim Taxi-Gesetz geschehen).
  3. Die Finanzbranche ist der wichtigste Wirtschaftssektor des Kantons Zürich. Es braucht daher opti-male Rahmenbedingungen für seine Entwicklung. Universität und Fachhochschule müssen in For-schung und Lehre die Finanzbranche angemessen berücksichtigen. Die Entwicklung von FinTech ist durch gute Infrastruktur und den Abbau von hemmenden Regulierungen voranzutreiben.
  4. Die Realisierung des Innovationsparks vorantreiben.
  5. Die Rahmenbedingungen des Flughafens sind so zu setzen, dass er weiterhin wettbewerbsfähig operieren und seine Funktion als internationaler Hub wahrnehmen kann (sicheres An- und Abflug-regime mit höchster Ausnutzung und geringster Lärmbelastung). Den Flugplatz Dübendorf für die Business-Aviation nutzen und so den Flugplatz Kloten entlasten. Das ermöglicht Synergien zwi-schen Aviation und Innovationspark.
  6. Anreize für höhere Beschäftigungsquoten bei Frauen und älteren Arbeitnehmenden schaffen, ad-ministrative Hürden abbauen und damit auch den Fachkräftemangel bekämpfen:
    1. Bau-, Betriebs- und Ausbildungsvorschriften bei Krippen abbauen
    2. Steuerliche Abzugsmöglichkeit der vollen Kinderbetreuungskosten bei Drittbetreuung 
    3. Vermehrte eigenverantwortliche Anstrengungen der Unternehmen im Bereich Anstel¬lungs- und Arbeitsbedingungen (flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeit ermöglichen, mobile Arbeits-plätze, Lohngleichheit zwischen Mann und Frau)
    4. Quereinstieg in diverse Berufe erleichtern (analog zur Quest-Ausbildungen der Lehrperso-nen zum Beispiel auch für Pflegeberufe)
    5. Vereinfachte und damit beschleunigte Bewilligungspraxis durch Anerkennung ausländi-scher Diplome und Zeugnisse
    6. Arbeitsbewilligungen für Arbeitnehmer aus Drittstaaten vereinfachen.
  7. Arbeitsplätze und Innovation fördern durch Steuererleichterung für Startups und Schaffung plane-rischer Grundlagen für den Bau weiterer Technoparks.
  8. Wir fordern, dass der vielfältige Branchen-Mix im Kanton Zürich erhalten bleibt, indem innerhalb des definierten Siedlungsgebietes mit dem Richt- und Zonenplan der Industrie und dem Gewerbe die nötigen Flächen zur Verfügung gestellt werden.
  9. Weiterbildungsangebote zusammen mit der Privatwirtschaft schaffen, um dem fortlaufenden Strukturwandel gerecht zu werden.
  10. Erhalt von Nischenarbeitsplätzen für Personen mit Beeinträchtigungen.