Die FDP Zumikon hat ihre Reihe der beliebten Cheminéefeuergespräche mit einer prominenten Zumiker Persönlichkeit fortgeführt: Am vergangenen Donnerstag war Martin Hirzel, Präsident des Branchenverbands Swissmem zu Gast. Wie die Jahre zuvor moderierte das Vorstands-Duo Nadine Jürgensen und Patrick Lüthi charmant und gekonnt durch den Abend. Vor vollen Reihen sprach Hirzel nicht nur über seinen beruflichen Werdegang, sondern auch über brennende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Herausforderungen.
Besonders strich Hirzel zudem die Vorzüge des dualen Bildungssystems hervor. Zwei Drittel der Schweizer Jugendlichen absolvierten eine Lehre, viele davon bildeten sich später an einer Fachhochschule weiter. Im Vergleich zu klassischen Universitätsabsolventen seien diese jungen Berufsleute schneller im Arbeitsprozess integriert, so Hirzel. Er unterstrich: Die Kombination aus Praxis und Theorie sei ein unverzichtbares Schweizer Erfolgsmodell und Lehrabgänger mit Hochschulabschluss seien oft glücklicher als jene, die an der Universität studiert hätten.
Swissmem vertritt über 1400 Unternehmen der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Diese erwirtschaften rund 30 Prozent der Schweizer Exporte und etwa sieben Prozent des Bruttoinlandprodukts. Entsprechend deutlich positionierte sich Hirzel für eine offene Schweiz: “Abschottung ist keine Strategie”, mahnte er. Der Wohlstand des Landes sei abhängig von Innovation, harter Arbeit und seit jeher dem internationalen Handel. 80 Prozent der hiesigen Produktion gingen ins Ausland, fügte Hirzel hinzu.
Von der Politik forderte Martin Hirzel deshalb verlässliche Rahmenbedingungen: starke Berufsbildung und Hochschulen, gesicherte Marktzugänge durch neue Freihandelsabkommen, Kostendisziplin mit weniger Bürokratie sowie eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung. Das, so Hirzel, sei das Rezept, damit die Schweiz wettbewerbsfähig bleibt.